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Ihr Naturarzt im Bethesda Spital

Traditionelle Europäische Naturheilkunde & Traditionelle Chinesische Medizin

Gellerstrasse 144, 4052 Basel. Termine: Tel. 061 315 23 20

 

Diverse Methoden der TCM

Einfach und dennoch wirksam - Nur das zählt.

Moxibustion - oder die Kunst, dem Schmerz am richtigen Ort einzuheizen.

Eine besondere Technik der TCM stellt die Moxibusition, kurz Moxa, dar. Moxakraut, Herba artemisia vulgaris, zu deutsch Beifuss, wird zum Glühen gebracht und auf verschiedene Arten angewendet. Der Einsatz erfolgt meistens bei Kältesymptomen oder Yang-Schwächesymptomen (Duchfall, Frösteln, häufiges Wasserlösen, Nasennebenhöhlen-/ Stirnhöhlenentzündung etc.)

1. Moxahütchen / Moxakraut
Ein kleiner Kegel Moxakraut wird, entweder auf einer Nadel oder direkt auf der Haut (zum Teil auch mit Hilfe einer Distanzscheibe, z.B. aus Ingwer) zum Glühen gebracht, um ein Areal oberflächlich oder in der Tiefe mit Wärme zu stimulieren.

2. Moxazigarren
Müssen mehrere Punkte mit Moxa behandelt werden, so setzt der Therapeut sogenannte Moxazigarren, oft auch "Maozigarren" genannt, ein und kreist 1-2 cm oberhalb des zu behandelnden Areales oder Punktes. Mit der Zigarre können auch Nadeln gezielt erwärmt werden und die Wärme so in die Tiefe gebracht werden.

Warum wirkt Moxa?

Schmerzen werden in der TCM vereinfacht gesagt, wie folgt definiert: Stagnation von Qi-Energie, von Blut-Fluss oder von Flüssigkeiten. Yang als wärmendes, bewegendes Element bringt eben durch seine Eigenschaften Schmerzen zum Abklinken. Mittels Moxa appliziert man Wärme, pures Yang.
Moxa ist sehr sanft, überhaupt nicht schmerzhaft und bei vielen Beschwerden äusserst wirkungsvoll.

Gua Sha - oder die Kunst, mit Reibung wirkungsvoll Stagnation und Schmerz zu beseitigen.

Eine weitere, ebenso alte wie altbewährte Technik der TCM stellt Gua Sha dar. Diese Methode eignet sich besonders gut für Beschwerden des Bewegungsapparates, Muskel- und Gelenkschmerzen, aber auch für grippale Infekte und ähnliches.

Das schmerzende Körperareal wird mit speziellen Ölen vorbehandelt, danach wird die Körperoberfläche in diesem Areal mit Hilfe eines Gegenstandes, dessen Kanten entsprechend abgerundet sind, gerieben. Dafür empfiehlt sich die Verwendung eines chinesischen Suppenlöffels, der mit seinen abgerundeten Kanten keine Schmerzen erzeugt und dessen Form sich an praktisch alle Körperareale anschmiegt. Verwendet werden können aber auch Deckel von Marmeladegläsern oder auch Münzen - letztere erzeugen aufgrund ihrer Kanten eine stärkere Reizung der Haut.

Gerieben wir solange bis die oberflächlichen Blutgefässe sich zu öffnen beginnen und die umliegende Haut entsprechend gerötet ist. Die betroffenen Schmerzareale können grosszügig bearbeitet werden. .

Die Methode mag zwar im Moment etwas unangenehm erscheinen, sie ist jedoch durchaus erträglich. In dem Moment, in dem sich die Kapillaren eröffen, sollte der Therapeut die Behandlung stoppen, damit der ausleitende und Stagnationen beseitigende Effekt einsetzen kann.

Sinnvollerweise sollte Gua Sha nicht eingesetzt werden, wenn Sie gleichentags oder einige Tage bis Wochen darauf ein Sonnenbad nehmen wollen. Ausserdem sollten die geöffneten Poren nicht gerade dem Wind und der Kälte ausgesetzt werden.

Die Methode eignet sich als therapeutische Technik in der Praxis ebenso wie zur Selbstbehandlung oder zur Behandlung des Partners oder der Kinder.

Hinweis für Eltern: Sollten Sie ggf. Kinder mit dieser Technik (z.B. bei Grippe oder muskulären Beschwerden) selbst behandeln, informieren Sie den bei einer allfällig nachfolgenden Konsultation über diese Behandlungsmethode um Missverständnissen vorzubeugen. Die Hautreizungen und geöffneten Poren sind noch während Tagen zu sehen und könnten ansonsten missverständlich gedeutet werden. Im Zweifelsfall stehen wir Ihnen oder Ihrem Arzt per Mail oder Telefon für Rückfragen zur Verfügung.

Schröpfen - oder wie Unterdruck den Fluss von Qi und Blut anregt.

Keine Angst - Auch diese, normalerweise unblutige Methode ist schmerzfrei und uralt. Während dem früher mit Bambusröhren geschröpft wurde, geschieht das heute mit entsprechend angenehm geformten Glaskugeln. Der Unterdruck kann auf verschiedene Arten erzeugt werden: Entweder durch Absaugen der Luft aus dem Glas oder durch kurzfristige Erhitzung des Glasinneren mit Hilfe einer Flamme.

Bei beiden Methoden muss der Therapeut darauf achten, dass der Unterdruck nicht so gross ist, dass der Klient mit blauen Flecken nach Hause geht, was in China im übrigen normalerweise der Fall ist, bei mir im Normalfall aber nicht auftritt.

Der Unterdruck wirkt wie eine Bindegewebsmassage, der Fluss von Qi, Blut und Lymphflüssigkeit wird angeregt, die lokale Durchblutung der Haut- und Muskelschichten gefördert.

Eine besondere Variante stellt das blutige Schröpfen dar. Diese wird bei besonders starken und behandlungsresistenten Stagnationen eingesetzt. Bevor geschröpft wird, werden mit Hilfe von Nadeln, "Pflaumenblütenhämmerchen", einer Art Minihammer mit mehreren Nadelspitzen, oder Nadelrollern die oberflächlichen Blutgefässe eröffnet.

Der durch das Schröpfen ausgelöste Unterdruck bringt das Blut stärker in Bewegung, lässt die Miniaturöffnungen etwas bluten und hilft, auch Stagnationen in der Tiefe der Muskulatur zu beseitigen.

Besonders gut lassen sich damit Beschwerden der Muskulatur wie Verspannungen, Myalgien etc. behandeln.

Wenn Sie Fragen zu den Behandlungsmethoden haben oder einen Besprechungstermin wünschen, rufen Sie an.